Schul-Wissen
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Vokabeln lernen

Viele Schüler und Schülerinnen tun sich schwer damit, effektiv Vokabeln zu lernen. Besonders in der Jahrgangsstufe 5 treten oft Probleme auf, da in der Grundschule weniger Wert auf die korrekte Schreibweise gelegt und vieles über Spiele und Lieder etc. gelernt wird. Diese Methoden werden im Laufe der Erprobungsstufe immer weniger genutzt, so dass das „normale“ Vokabellernen im Vordergrund steht. Aber auch später haben viele Schüler Schwierigkeiten den zunehmenden Wortschatz korrekt und zeiteffektiv aufzunehmen. Besonders ist das oft während der Pubertät spürbar, da in dieser Zeit oft auch die Bereitschaft sinkt, Zeit in bloßes Auswendiglernen zu investieren.
Häufig kann man solchen Problemen von Anfang an entgegenwirken – auch wenn es trotzdem während der Pubertät häufig Leistungseinbrüche gibt – indem man sich von Anfang an Strategien aneignet, mit denen man lerntypgerecht, effektiv und manchmal auch mit Spaß Vokabeln lernen kann.
Manche Schüler erkennen ziemlich schnell zu welchem Lerntyp sie schwerpunktmäßig gehören, da sie bereits häufiger erfahren haben, welche Lernmethoden bei Ihnen gut zum Erfolg führen und welche ihnen eher weniger liegen. Wer sich nicht sicher ist, der kann dies entweder durch bloßes Ausprobieren herausfinden oder sich gezielt informieren. Viele Menschen sind allerdings Mischformen aus mehreren Lerntypen.

 

Hierzu finden Sie hier einige weiterführende Links:

 

Vokabeln lernen für den auditiven Lerntyp, der hauptsächlich durch Zuhören lernt:

Der auditive Lerntyp hat beim Sprachenlernen den großen Vorteil, dass er die Sprache im Unterricht allein durch das Zuhören zu einem guten Teil aufnehmen kann. Allerdings hilft das oft noch nicht dabei, auch zu wissen, wie die Wörter geschrieben werden.

Für das Lernen der Begriffe hingegen ist es oft erfolgversprechend, die zu lernenden Wörter auf ein Diktiergerät oder Smartphone zu sprechen und diese dann ganz in Ruhe mehrmals zu hören. Um die Schreibweise zu lernen, kann man dabei diese auch gleichzeitig schreiben und die Schreibweise dann im Anschluss kontrollieren.
Auch Lernspiele wie z.B. „Ich sehe was, was du nicht siehst“ mit englischen Begriffen sind dazu geeignet. Manchen Schülern liegt es auch, ein selbstgedichtetes Lied zu singen, welches diese Begriffe enthält – dieses kann inhaltlich auch ruhig aus Unsinn bestehen – Quatsch prägt sich ja bekanntermaßen auch sehr gut ein.

 


Und noch ein Tipp: Auditive Lerntypen sollten darauf achten, dass beim Lernen ansonsten Ruhe herrscht, denn sie lassen sich oft gut durch Nebengeräusche ablenken.


Es gibt auch CDs mit Vokabellernliedern oder Liederbücher sowie tiptoi Bücher, bei denen die Wörter vorgelesen werden, im Handel:

Vokabeln lernen für den visuellen Lerntyp, der alles am besten vor Augen haben muss:

Auch der visuelle Lerntyp hat beim Sprachenlernen sicher einige Vorteile. Er lernt am besten, sobald sich die Wörter in geschriebener Form vor seinen Augen befinden. Außerdem helfen ihm Bilder und Filme beim Lernen und Behalten.

Natürlich kann der visuelle Lerntyp gut mit der herkömmlichen Methode Vokabeln lernen – das heißt: Vokabelheft auf und dann die englischen und deutschen Wörter immer wieder lesen. Ob das besonderen Spaß macht, ist die Frage. Sicherlich ist die Methode zeiteffektiv. Trotzdem gibt es dabei noch Luft nach oben.
Viele Schüler lernen besser, wenn sie sich statt oder zusätzlich zu dem deutschen Begriff eine kleine Zeichnung machen, weil sie auf Bilder gut reagieren. Oft können sie sich dann gut an das Bild erinnern. Dabei bietet sich auch an, Karteikarten anzulegen, da diese mehr Platz beinhalten und nach erfolgreichem Lernen wegsortiert werden können.
Auch ist es möglich – besonders bei jüngeren Schülern – mit Wimmelbüchern zu arbeiten, in die man Post-its mit den entsprechenden Vokabeln klebt. Das geht allerdings am besten mit Begriffen aus dem Grundwortschatz.

Einige Schüler zeichnen auch gerne selber Bilder oder auch kleine Geschichten, in denen die Begriffe vorkommen. Auch Lernplakate, die im Kinderzimmer aufgehängt werden, sind für visuelle Lerntypen sehr hilfreich.
Diese kann man kaufen oder auch einfach selbst herstellen. Es gibt außerdem auch viele Lernposter mit Inhalten zur Grammatik (z.B. Zeiten).

 

Vokabeln lernen für den kommunikativen Lerntyp, der am besten durch Gespräche lernt:

Auch der kommunikative Lerntyp hat beim Sprachen lernen einige Vorteile. So lernt man die Fremdsprache ja eigentlich dafür, um mit anderen Menschen kommunizieren zu können. Mittlerweile ist es im Fremdsprachenunterricht so, dass auch die Schüler in der Zielsprache häufig zu Wort kommen sollen. Es gibt allerdings viele Schüler, die sich im Dialog in der Lerngruppe nicht oder nur zurückhaltend beteiligen, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Denen sei hier gesagt, dass heutzutage besonders wichtig ist, dass die gemachte Aussage verständlich ist, das heißt, dass ein englischer Muttersprachler diese verstehen könnte. Ob sich dort noch der eine oder andere Fehler eingeschlichen hat, ist oft - besonders nicht bei den jüngeren Schülern - nicht so sehr von Belang.

Wenn ich ein kommunikativer Lerntyp bin, lerne ich also besonders gut, wenn ich die gelernten oder zu lernenden Vokabeln möglichst oft in ein Gespräch einbette. Je öfter ich ein Wort benutze, desto sicherer kann ich dieses auf lange Sicht abrufen (das gilt natürlich für alle Lerntypen).

Englische Gespräche kann ich natürlich nicht nur in der Schule führen, sondern auch zuhause, d.h. daran können auch Eltern, Geschwister oder Freunde teilnehmen. Das trainiert nicht nur die Vokabeln, sondern auch den allgemeinen Sprachgebrauch und die Flüssigkeit im Dialog.

Dazu eignen sich besonders Rollenspiele zu bestimmten Themen, die gerade im Unterricht behandelt werden, wie z.B. das Buchen eines Hotelzimmers, das Bestellen im Restaurant oder eine Diskussion über ein kontroverses Thema. Auch das Spielen eines Quizzes oder anderer Vokabelspiele sind gute Methoden zum Vokabellernen.

 

Allerdings helfen solche Methoden nicht, wenn es darum geht, ein Wort richtig zu schreiben, außer man bezieht die Schreibweise explizit mit ein. Das kann sowohl in mündlicher Form sein (Buchstabieren) oder auch schriftlich auf einem beiliegenden Schmierzettel.

Vokabeln lernen für den motorischen Lerntyp, der am besten durch "Lernen durch Handeln" lernt:

Der motorische Lerntyp muss die Lerninhalte selbst begreifen (im warsten Sinne des Wortes) und aktiv mit ihnen umgehen, um diese zu verinnerlichen. Dabei geht es oft wirklich darum, etwas mit seinen Händen zu tun. Das kann Malen, Basteln, das Bilden von Wörtern aus Buchstabensteinen oder -kärtchen sein, aber auch das aktive Untersuchen von bestimmten Gegenständen (Wie fühlt es sich an? Welche Farbe hat es?...) und die wiederholte Zuordnung der zu lernenden Begrifflichkeiten. Auch dabei kämen wieder Wimmelbücher mit Post-its oder Lernspiele in Frage (s.o.).

Zudem geht es bei dem motorischen Lerntyp sehr oft um Bewegung. Motorische Lerntypen sind oft die Kinder, die beim Erzählen oder Lernen im Kreis oder hin und her laufen. Auch wenn sie am Tisch sitzen, haben sie oft etwas in der Hand z.B. einen Stift. Den motorischen Lerntyp stört so etwas nicht, sonders es hilft ihm sich zu konzentrieren und die Lerninhalte aufzunehmen.

Englische Bücher:

Für viele Schüler eignen sich auch einfache englische Bücher gut - sofern sie gerne lesen, ansonsten wirken solche Bücher wohl eher abschreckend. Es gibt dazu viele - extra für Schüler mit bestimmtem Wortschatz oder in einem bestimmten Lernjahr abgestimmte - kurze Bücher unterschiedlicher Verlage. Diese Bücher werden in der Schule auch oft als Lektüre verwendet, da sie im Gegensatz zu englischen Büchern mit der Zielgruppe englischer Muttlersprachler ziemlich genau für ein bestimmtes Lernnievau geschrieben wurden. "Echte" englische Bücher eignen sich in der Regel nicht für Schüler der Unter- und Mittelstufe, da sie zu schwer sind und daher eher demotivieren.

Passende Lektüren allerdings können fast alle Lerntypen ansprechen und diese motivieren, sich weitergehend mit der Fremdsprache auseinanderzusetzen.

Wichtig ist es allerdings, dass diese Bücher wirklich passend für das Niveau des Schülers ausgesucht werden. In der Regel enthalten die Bücher Angaben zum Lernjahr, ab welchem sie geeignet sind (das kann aber je nach Schulform und Kurs abweichen), oder zum Sprachniveau (A1-C2: leicht-schwer).

Informationen zum Sprachniveau finden sie z.B. unter diesen Links: 

Einfache englische Lektüren (A1-A2):

Englische Lektüren für die untere und obere Mittelstufe (B1-B2):

Englische Bücher für Fortgeschrittene (C1-C2):

 

Vokabeltrainer und Wörterbücher:

Online Wörterbücher, die was taugen:

Online Übersetzer:

Natürlich gibt es auch Übersetzer, wie den Übersetzer von Google. Diese haben allerdings nichts mehr mit Lernen zu tun, da diese die Übersetzung in Sekundenschnelle selbst vornehmen. Qualitativ haben sich solche Übersetzer sicherlich gemacht, das heißt, dass beim Übersetzen deutlich weniger Unsinn herauskommt als früher. Trotzdem muss man im Hinterkopf haben, dass die Übersetzung auch mal falsch sein kann, besonders, wenn es um lange, verschachtelte Sätze geht, oder um Vokabeln, die mehrere Bedeutungen haben. Auch kann der Stil bei längeren Textpassagen zu wünschen übrig lassen, was ihn beim Aufsatzschreiben sicherlich nicht brauchbarer macht. Als kleine Anregung oder Kontrolle der eigenen Übersetzung kann man solche Übersetzer allerdings sinnvoll verwenden. Das macht aber auch nur Sinn, wenn man in der Lage ist, die Qualität der Übersetzung selbst zu beurteilen, was bei Schülern der Unter- oder Mittelstufe oft nicht gegeben ist. Dann kommt es oft zu bloßem Abschreiben, was wie gesagt mit Lernen nichts zu tun hat. 

Homepages, die gute Vokabelübungen etc. beinhalten: